Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Laßt mich ein, ihr Kinder, ist so kalt der Winter,
öffnet mir die Türen, laßt mich nicht erfrieren!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Mädchen, hört und Bübchen, macht mir auf das Stübchen,
bring euch viele Gaben, sollt euch daran laben.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Hell erglüh’n die Kerzen, öffnet mir die Herzen,
daß ich euch erfreue jeden Tag aufs neue.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Lasst uns froh und munter sein
und uns in dem Herren freu’n!
Lustig, lustig, tralalalala.
Bald ist Nik´lausabend da.
Bald ist Nik´lausabend da.
Dann stell’ ich den Teller auf,
Niklaus legt gewiß was drauf!
Lustig, lustig, tralalalala.
Bald ist Nik´lausabend da.
Bald ist Nik´lausabend da.
Wenn ich schlaf’, dann träume ich:
jetzt bringt Niklaus was für mich!
Lustig, lustig, tralalalala.
Bald ist Nik´lausabend da.
Bald ist Nik´lausabend da.
Wenn ich aufgestanden bin,
lauf’ ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, tralalalala.
Bald ist Nik´lausabend da.
Bald ist Nik´lausabend da.
Niklaus ist ein guter Mann,
dem man nicht g’nug danken kann.
Lustig, lustig, tralalalala.
Bald ist Nik´lausabend da.
Bald ist Nik´lausabend da.
Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all!
Zur Krippe herkommet in Bethlehems Stall.
Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für freude uns macht.
O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,
seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl
in reinlichen Windeln das himmlische Kind,
viel schöner und holder, als Engel es sind.
Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh;
Maria und Joseph betrachten es froh.
Die redlichen Hirten knien betend davor;
hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.
O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,
erhebet die Händlein und danket wie sie.
Stimmt freudig, ihr Kinder - wer sollt sich nicht freu’n? -
stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!
Was geben wir Kinder, was schenken wir dir,
du bestes und liebstes der Kinder, dafür?
Nichts willst du von Schätzen und Reichtum der Welt,
ein Herz nur voll Demut allein dir gefällt.
Joseph, lieber Joseph mein,
hilf mir wieg’n mein Kindelein,
Gott der wird dein Lohner sein,
im Himmelreich der Jungfrau Kind Maria.
Gerne, liebe Maria mein,
helf’ ich wiegen dein Kindelein,
Gott der wird mein Lohner sein,
im Himmelreich, der Jungfrau Sohn Maria.
Süßer Jesu auserkor’n,
weißt wohl, daß wir war’n verlor’n,
still uns deines Vaters Zorn,
dich hat gebor’n die reine Magd Maria.
Fröhlich soll mein Herze springen
dieser Zeit, da vor Freud’ alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Chören
alle Luft laute ruft: Christus ist geboren.
Heute geht aus seiner Kammer
Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute,
Gottes Kind, das verbind’t sich mit unser’m Blute.
Sollt’ uns Gott nun können hassen,
der uns gibt, was er liebt, über alle Maßen?
Gott gibt, unser’m Leid zu wehren,
seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren.
Er nimmt auf sich, was auf Erden
wir getan, gibt sich dran, unser Lamm zu werden,
unser Lamm, das für uns stirbet
und bei Gott für den Tod Gnad’ und Fried’ erwirbet.
Nun er liegt in seiner Krippen,
ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen:
“Lasset fahr’n, o liebe Brüder,
was euch quält; was euch fehlt, ich bring’ alles wieder.”
Ei, so kommt und laßt uns laufen,
stellt euch ein, groß und klein, eilt mit großem Haufen!
Liebt den, der vor Liebe brennet;
schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet.
Die ihr schwebt in großem Leide,
sehet, hier ist die Tür zu der wahren Freude;
faßt ihn wohl, er wird euch führen
an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren.
Wer sich fühlt beschwert im Herzen,
wer empfind’t seine Sünd’ und Gewissensschmerzen,
sei getrost: hier wird gefunden,
der in Eil’ machet heil die vergift’ten Wunden.
Text: Paul Gerhardt (1653) Weise: Johann Crüger (1653)
lle Jahre wieder,
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder,
wo wir Menschen sind.
Kehrt mit seinem Segen
ein in jedes Haus,
geht auf allen Wegen
mit uns ein und aus.
Ist auch mir zur Seite
still und unerkannt,
daß es treu mich leite
an der lieben Hand.
Text: Wilhelm Hey (1837); Melodie: Friedrich Silcher (1842)
Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
Nur das traute hochheilige Paar.
Holder Knabe im lockigen Haar,
Schlaf in himmlischer Ruh!
Schlaf in himmlischer Ruh!
Stille Nacht, heilige Nacht,
Hirten erst kund gemacht!
Durch der Engel Halleluja
tönet es laut von fern und nah:
Christ der Retter ist da!
Christ der Retter ist da!
Stille Nacht, heilige Nacht,
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb’ aus Deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in Deiner Geburt!
Christ, in Deiner Geburt!
Text: J. Mohr (1792-1848); Melodie: F. Gruber (1787-1863)
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ward geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre:
Freue, freue dich, o Christenheit!
Strophe 1: Johannes Falk (1768 - 1826);
Strophe 2 + 3: Heinrich Holzschuher (1798 - 1847);
Melodie aus Sizilien
Macht hoch die Tür, die Tor’ macht weit!
Es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt,
der halben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.
Er ist gerecht, ein Helfer wert,
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron’ ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unser Not zum End’ er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland gross von Tat!
Text: G. Weissel (1590-1635)
Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau’n!
Kommet, das liebliche Kindlein zu schau’n!
Christus, der Herr, ist heute geboren,
den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht!
Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
was uns verheissen der himmlische Schall!
Was wir dort finden, lasset uns künden,
lasset uns preisen mit frommen Weisen,
Hallelujah!
Wahrlich, die Engel verkünden heut
Bethlehems Hirtenvolk gar grosse Freud’:
Nun soll es werden Friede auf Erden,
den Menschen allen ein Wohlgefallen.
Ehre sei Gott!
Text: J.Mohr (1792-1848); Melodie: F.Gruber (1787-1863)